Kniegelenksverletzung

Beim Kniegelenk handelt es sich um ein äusserst komplexes und belastetes Gelenk. Dementsprechend häufig sind auch Verletzungen bei Unfällen und Sport. Ihre Erstversorgung sowie die weitere Diagnostik und Behandlung erfordern fundiertes Wissen und viel Erfahrung.

Zu den häufigsten Verletzungen gehören Meniskus- und Knorpelverletzungen, Kreuzband- und Seitenbandrisse sowie kombinierte, komplexe Verletzungen und Frakturen.

Mindestens so häufig sind jedoch auch Abnützungsschäden und chronische Beschwerden aufgrund der jahrzehntelangen Belastung.

Bei der Behandlung dieser Knieprobleme stütze ich mich auf meine langjährige Erfahrung in minimalinvasiver Chirurgie und der Arthroskopie. Der Einsatz der computergestützten Navigation bei Osteotomien und Prothesen gehört ebenso dazu.

Seit mehr als 10 Jahren setze ich orthobiologische Verfahren ein. Dazu gehören Knorpeltransplantationen, Knorpelmembranverfahren, Meniskusersatzoperationen und die Anwendung von Wachstumsfaktoren.

 

Typische Auslöser
Meist führt ein Sturz, bei dem das gestreckte oder gebeugte Kniegelenk verdreht wird, zu einer Kniegelenksverletzung. Besonders riskant dafür ist der alpine Skisport, da durch den Hebel des Skis größere Kräfte wirken. Auch Fußball, Handball, Tennis und weitere Sportarten mit hohem Körpereinsatz verursachen oft diese Verletzungen.


Symptome
Anzeichen sind Schmerzen und vor allem die massive Schwellung des Kniegelenks, bedingt durch einen Gelenkerguss oder akute Blutung in das Gelenk. Das verletzte Knie kann kaum oder überhaupt nicht bewegt und belastet werden. Bei Verletzungen der Kniegelenksbänder besteht zusätzlich das Gefühl der Instabilität – das Knie „gibt nach“ (Giving Way)


Erstversorgung
Jede sportliche Betätigung sollte sofort eingestellt werden. Die Entlastung des betroffenen Beines sowie das Eisauflegen vermindern Schmerzen und Schwellung. Bewährt hat sich ein Wechsel zwischen zehn- bis 15-minütiger Kühlung und einer ebenso langen Erholungszeit. Manchmal hilft es, das Kniegelenk mittels Schiene ruhigzustellen.


Diagnostik
Im Rahmen einer ausführlichen klinischen Untersuchung werden alle Bänder und Funktionen des Kniegelenkes geprüft. Bei einem Gelenkerguss kann eine Kniepunktion hilfreich sein, um das Gelenk besser untersuchen zu können. Durch spezielle Handgriffe und Tests kann der Spezialist die Verletzungen in wenigen Minuten eingrenzen. Zur Diagnose von knöchernen Verletzungen werden Röntgen-Aufnahmen durchgeführt. Mittels Kernspin-Tomographie (MR) lassen sich Band-, Meniskus- und Knorpelstrukturen beurteilen. Die Kniespiegelung (Arthroskopie) eignet sich in unklaren Fällen ebenfalls gut zur Untersuchung und bietet den Vorteil, dass sich die Verletzungen gleichzeitig behandeln lassen.