Ellbogenfrakturen

Das Ellenbogengelenk besteht aus den beiden Unterarmknochen Elle und Speiche sowie dem unteren Anteil des Oberarmknochens

Das Ellbogengelenk erlaubt komplexe Bewegungen, einerseits die Beugung und Streckung des Vorderarmes, andererseits auch Drehbewegungen des Vorderarmes (Pronation/Supination).

Bei Frakturen, die mit einer Verschiebung oder Gelenkstufe konservativ mit alleiniger Ruhigstellung behandelt werden, ist diese Kinematik gestört und die Entwicklung einer Arthrose vorprogrammiert.

Somit müssen diese Gelenkfrakturen mit frühfunktioneller Nachbehandlung auch bei geringer Dislokation operativ behandelt werden. Dadurch kann auch eine Einsteifung dieser Gelenke verhindert werden.

 

Ellenhakenbruch (Olekranonfraktur)

Die Olekranonfraktur ist eine Form des Ellenbogenbruchs. Das Olekranon bezeichnet das ellenbogenseitige Ende der Elle. Die Sehne des Trizepsmuskels überträgt die Kraft der Arm-Streck-Muskulatur auf das Olekranon.

Ein stabiler Ellenbogenbruch (Olekranonfraktur), bei dem die Bruchstücke nur minimal voneinander entfernt liegen und nicht gegeneinander verschoben sind, lässt sich konservativ behandeln. In diesem Fall wird der betroffene Arm mithilfe eines Verbands ruhig gestellt.

Sind durch die Verletzung mehrere Knochenbruchstücke entstanden, erfolgt in der Regel eine Operation. Durch den Zug der Arm-Streck-Muskulatur klaffen die einzelnen Bruchstücke weit auseinander, sodass sie von selbst nicht korrekt zusammenwachsen würden. Die Bruchstücke werden wieder in die richtige Lage gebracht und anschließend miteinander verschraubt oder verdrahtet.

Physiotherapeutische Übungen kräftigen die Muskulatur und halten die Schulter beweglich.