Komplikationen

Erfolgt eine Operation an einem Knochenbruch, so wird im Vorfeld der Nutzen größer als das Risiko angesehen. Dennoch können dabei auch Komplikationen auftreten. Strukturen in der Nähe können verletzt werden. Es kann zu Blutungen, Nachblutungen und Blutergüssen kommen. Bei einer Nervenverletzung sind Sensibilitätsstörungen und Lähmungserscheinungen möglich. Es kann zu Infektionen, Wundheilungsstörungen und überschießender Narbenbildung kommen. Fremdmaterialien können in seltenen Fällen so beansprucht werden, dass sie brechen.

Gelegentlich heilt ein Knochenbruch nicht, und es bildet sich ein Falsch-Gelenk (Pseudarthrose). Verursacht die Pseudarthrose Beschwerden, ist eine Operation erforderlich. Gefürchtet, aber sehr selten, ist eine Infektion des Knochens (Knochenentzündung). Manchmal kommt es zu Verschleiß, zur verminderten Beweglichkeit oder zur Steifigkeit von Gelenken. Nach Knochenbrüchen mit Gelenkbeteiligung kann es zu Folgeschäden im betroffenen Gelenk kommen, etwa zu Verschleißerscheinungen (Arthrose). Bei Knochenbrüchen im Kindesalter kann es zu Wachstumsproblemen kommen.